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Schäuble will Umschuldung und zweites Hilfspaket für Griechenland

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Schäuble will Umschuldung und zweites Hilfspaket für Griechenland

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Die deutsche Bundesregierung lässt das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise Griechenlands sowie eine klare Unterstützung von Finanzminister Wolfgang Schäuble offen. Erst nach Vorlage des Prüfberichts von IWF, EZB und EU-Kommission werde die Regierung ihre abschließende Position besprechen, hiess es. Schäuble hatte sich in einem Brief an die Euro-Kollegen, die EU-Kommission und die Spitzen von IWF und EZB erstmals klar für eine weiche Umschuldung Griechenlands und ein zweites Hilfspaket ausgesprochen. Robert Halver von der Baader Bank stimmt dem zu: “Man kann auch sicherlich nicht immer noch mehr Geld in Griechenland reinpumpen. Die hohen Schulden verhindern, dass Griechenland auf eigenen Füßen stehen kann. Von daher ist eine Umschuldung auch wirklich jetzt das geplante Thema, und ich hoffe, dass sich Herr Schäuble damit durchsetzten wird”, meint er. In Athen will die griechische Regierung will an diesem Donnerstag ein 78 Milliarden Euro schweres neues Sparprogramm billigen. Ende des Monats soll das neue Gesetz dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden. Weil dieses Paket auch umfangreiche Privatisierungen vorsieht, kündigten die Gewerkschaften von Betrieben mit Staatsbeteiligung umfangreiche Streiks an. Athen soll bis 2015 zusätzlich 50 Milliarden Euro durch den Verkauf staatlicher Immobilien und durch Privatisierungen aufbringen.