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Spanische Aktivisten räumen Zeltlager in Madrid

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Spanische Aktivisten räumen Zeltlager in Madrid

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Rund einen Monat nach Beginn der Anti-Regierungs-Proteste in Spanien wollen die Demonstranten das Zeltlager im Zentrum von Madrid abbrechen. Nach stundenlangen Beratungen wurde beschlossen, das Camp auf dem Platz der Puerta del Sol am Sonntag zu räumen. In den kommenden Wochen sind weitere Protestveranstaltungen in Madrid geplant – denn der Abbau des Zeltlagers bedeutet nicht, dass die Aktivisten aufgeben. “In den Außenbezirken von Madrid gibt es ein Areal, wo die Arbeit fortgesetzt werden kann”, erklärt einer von ihnen, “und dort wird die Bewegung weiterhin aktiv sein.” Allerdings sind nicht alle mit der beschlossenen Vorgangsweise einverstanden. “Man hat denen, die hierbleiben wollen, keine Möglichkeit dazu gegeben”, beklagt sich eine junge Frau. “Das ist zu viel Druck, wir müssen hier weg ob wir wollen oder nicht.”

Das allerdings stimmt nicht ganz. Einige Demonstranten wollen laut spanischen Medien weiterhin auf der Puerta del Sol campieren. Die Zahl der Aktivisten hatte zuletzt deutlich abgenommen: Waren es Mitte Mai noch mehrere hundert, so demonstrieren derzeit nur noch ein paar Dutzend Menschen. Die Proteste richten sich vor allem gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, aber auch gegen Korruption in der Politik.