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Syrer fliehen aus Angst vor Assads Rache in die Türkei

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Syrer fliehen aus Angst vor Assads Rache in die Türkei

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Die Grenze zwischen Syrien und der Türkei. Fast 400 syrische Zivilisten sind seit Montag abend in den Nachbarstaat geflohen. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond hat Zelte aufgebaut, versorgt die Flüchtlinge hier, viele von ihnen sind Frauen mit Kindern.

Die Syrer fürchten Racheakte der Truppen von Präsident Baschar al-Assad. Die Regierung beschuldigt die Bewohner eines kleinen Dorfes, Angehörige der Sicherheitskräfte getötet zu haben.

Die meisten Flüchtlinge kommen aus dem Dorf Dschisr al-Schogur, wo es bei heftigen Auseinandersetzungen Tote und Verletzte gab. Auch aus umliegenden Orten flohen Menschen in die Türkei.

Der dortige Regierungschef Reccep Tayyip Erdogan will die Grenzen für die Flüchtling weiter offenhalten. Er sagte: “Für die Türkei steht es im Moment außer Frage, die Türen für die Flüchtlinge aus Syrien zu schließen. Die jüngsten Entwicklungen sind wirklich sehr besorgniserregend.”

Unklar ist, wer die 120 Polizisten in Dschisr al-Schogur getötet hat. Rebellen, wie die regierung behauptet, oder Assad-treue Soldaten, wie die Regimegegner sagen. Mittlerweile soll die gefürchtete 4. Armee auf dem Weg in das Dorf sein.

“Wir sind geflohen, alle sind weggegangen, keiner ist geblieben. Ich bin dagegen, dass die Armee in die Stadt kommt, das würde eine Verschlechterung der Lage bedeuten und niemand weiß, was passieren wird, alles haben Angst.”