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DSK-Anwälte wollen Glaubwürdigkeit der Klägerin ankratzen

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DSK-Anwälte wollen Glaubwürdigkeit der Klägerin ankratzen

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Im Vergewaltigungsprozess gegen Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn hat das Gefecht der Anwälte beider Seiten begonnen. Die Verteidiger Strauss-Kahns, der sich am Montag für unschuldig erklärte, verlangten jetzt von den Strafverfolgern Einsicht in die Akten ihres Mandanten. Zuvor hatte sich der Anwalt des klagenden Zimmermädchens, Kenneth Thompson, andere potentielle Strauss-Kahn-Opfer gewandt und gesagt:

“Wir wollen herausfinden, ob es in Frankreich oder Afrika noch andere Frauen gibt, die von Dominique Strauss-Kahn missbraucht worden sind. Ich bitte diese, mich zu kontaktieren, wir wollen ihnen helfen und mit ihnen sprechen.”

Gemeldet hat sich bisher niemand. Die französische Journalistin Tristane Banon, die nach eigenen Aussagen von Strauss-Kahn belästigt worden sein soll, will sich an dem US-Prozess nicht beteiligen.

Unterdessen wollen die Anwälte Strauss-Kahns offenbar die Glaubwürdigkeit der aus Westafrika stammenden Klägerin untergraben. So verlangen sie von der klagenden Seite Informationen darüber, ob die Zeugen der Anklage etwa Immigrations- oder Finanzprobleme hätten. Auch wollen sie wissen, ob einzelne Zeugen verhaltensauffällig seien. Zwar wird die Klägerin nicht direkt genannt, die Forderungen sind jedoch Beobachtern zufolge exakt auf sie gemünzt.