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Gaddafi soll zu Massenvergewaltigungen angestiftet haben

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Gaddafi soll zu Massenvergewaltigungen angestiftet haben

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Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi soll seine Soldaten zu Massenvergewaltigungen angestiftet haben. Dieser Verdacht bestand schon seit einiger Zeit – nun aber hat ihn der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Luis Moreno-Ocampo, bestätigt. Es gebe Hinweise, dass die entsprechenden Anweisungen direkt von Gaddafi gekommen seien, sagte er: “Es handelt sich um Viagra-ähnliche Medikamente und damit wird die Politik dahinter deutlich. Das Regime hat Container dieser Mittel eingekauft, damit die Soldaten mehr Frauen vergewaltigen können, und wir werden noch detailliertere Informationen bekommen, die das bestätigen.”

Bereits vor Monaten sorgte der Fall der mutmaßlich von Gaddafi-Anhängern vergewaltigten Libyerin Iman al-Obeidi aus der Rebellenhochburg Bengasi für Aufsehen. In Tripolis hatte al-Obeidi die Praktiken des Gaddafi-Regimes angeprangert; Sicherheitskräfte hatten sie abgeführt. Offenbar will Gaddafi mit den Vergewaltigungen von Frauen aus dem Lager der Aufständischen die gegnerische Front demoralisieren.