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Griechenland-Tourismus von Streikwelle bedroht

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Griechenland-Tourismus von Streikwelle bedroht

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Touristen haben es derzeit nicht leicht in Griechenland: Fast täglich wird irgendwo gestreikt, das öffentliche Leben funktioniert vielfach nur sehr eingeschränkt. Dabei wäre der Tourismus besonders wichtig für die Staatskasse: Immerhin 16 Prozent steuert er zum Bruttoinlandsprodukt bei. Aber ausländische Gäste stehen vor geschlossenen U-Bahn-Stationen und der Fährverkehr ist beeinträchtigt, weil die Hafenarbeiter gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung auf die Straße gehen. Zuletzt kam wegen der Streiks auch der Zugverkehr zum Erliegen, zudem legten Mitarbeiter von Ministerien, Banken und Telefongesellschaften die Arbeit nieder.

Das jüngste Sparpaket der griechischen Regierung ist 78 Milliarden Euro schwer. Nur so kann Athen auf weitere Milliardenhilfen von EU und IWF hoffen. In Deutschland haben private Geschäftsbanken und Versicherungen begonnen, sich in größerem Ausmaß als bisher von griechischen Staatsanleihen zu trennen.