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Hunderte Millionen für die Ära nach Gaddafi

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Hunderte Millionen für die Ära nach Gaddafi

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Die internationale Libyen-Kontaktgruppe hat den Gaddafi-Gegnern an die 700 Millionen Finanzhilfen zugesagt. Bei einem Treffen in Abu Dhabi wurde über einen Mechanismus zur finanziellen Unterstützung der libyschen Rebellen beraten.

Die Tage von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi seien “gezählt”, meinte US-Außenministerin Hillary Clinton – das Treffen galt bereits der Ära nach Gaddafi.

Libyens ehemaliger Außenminister Abdurrahman Mohamed Shalgham:

“Wir brauchen Geld, bar auf der Hand. Wir müssen für unsere Bedürfnisse aufkommen können. Was bringen die Luftangriffe der Nato denn, was unser Kampf am Boden, wenn uns der Hunger aus allen Ecken anfällt ?”

An den Gesprächen nehmen Vertreter aus rund 40 Ländern teil. Zur Kontaktgruppe gehören neben den Nato-Mitgliedern auch die arabischen Länder Katar, Kuwait und Jordanien.

Ahmet Davutoglu, türkischer Außenminister:

“Jedes einzelne Land hat seine speziellen Bezieungen zum Übergangsrat. Aber generell und mit Blick auf die Zukunft in Libyen sollte es allgemein anerkannte finanzielle Mechanismen geben – auf dass die Vermögenswerte Libyens genutzt werden können für eine strahlende Zukunft der Menschen in Libyen. “

Die libysche Hauptstadt wurde in der Nacht von heftigen Explosionen erschüttert, Kampfflugzeuge jagten im Tiefflug über die Stadt. Erst in der Nacht zuvor hatte die Allianz schwere Luftangriffe gegen Tripolis geflogen. Es war das heftigste Dauerbombardement seit März.

Gaddafi-Truppen starteten unterdessen eine Großoffensive auf die strategisch wichtige Küstenstadt Misrata. Dabei wurden nach Angaben eines Krankenhauses mindestens zwölf Rebellen getötet.