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Rätsel um Ehec: Gurken - oder doch Sprossen?

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Rätsel um Ehec: Gurken - oder doch Sprossen?

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Bei der Suche nach der Quelle der Ehec-Infektionen in Deuschland rücken nun wieder Sprossen ins Visier der Ermittler. Laut dem Verbraucherschutzministerium in Hannover verdichten sich die Hinweise auf den Gartenbaubetrieb in Niedersachsen: 18 Erkrankte aus dem Landkreis Cuxhaven hatten offenbar in einer Kantine Sprossen aus dem Betrieb verzehrt. Aber auch die Gurkenreste aus einer Mülltonne in Magdeburg, auf denen der gefährliche Erreger enteckt wurde, geben Rätsel auf. Unklar ist, ob der Darmkeim womöglich erst über den Müll auf das Gemüse kam.

Während die Forscher weiterhin jede Spur verfolgen, geht den Krankenhäusern das für die Behandlung nötige Blutplasma aus. Die Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf rief erneut zum Blutspenden auf. Und auch die steigenden Kosten für Überstunden, verschobene Operationen oder teure Medikamente machen den Krankenhausbetreibern zu schaffen, denn vieles wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht vergütet.

Ein Problem, das man bei der Bode Chemie in Hamburg nicht kennt: Der Hersteller von Hygieneprodukten verzeichnet dank der Ehec-Epidemie kräftige Umsatzsteigerungen. Desinfektionsmittel finden reißenden Absatz, denn der Erreger kann bei mangelnder Hygiene auch von Mensch zu Mensch übertragen werden.