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EHEC: Sprossenwarnung bleibt, alles andere wieder erlaubt

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EHEC: Sprossenwarnung bleibt, alles andere wieder erlaubt

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Rohe Tomaten, Gurken und Blattsalate können in Deutschland wieder gegessen werden: Die Warnung wegen der gefährlichen EHEC-Erreger ist aufgehoben. Für Sprossen dagegen bleibt die Verzehrwarnung bestehen.

Nach Behördenangaben verdichten sich die Hinweise, dass die Bakterie aus dem schon verdächtigten Gartenbaubetrieb in der Nähe des niedersächsischen Uelzen kommt. “Es läuft alles auf diesen Betrieb hinaus, es läuft alles auf Sprossen hinaus”, sagt ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums.

Das lässt sich aber bisher nur aus Vertriebswegen ableiten: Was fehlt, ist weiterhin der Nachweis im Labor.

An dem EHEC-Erreger sind bisher 29 Menschen gestorben. Die Ausbreitung hat sich aber abgeschwächt. In den besonders betroffenen norddeutschen Gegenden gibt es weniger Neuerkrankungen als bisher.

Die Warnung vor Gurken und anderem Gemüse hatte sich zuerst gegen spanische Betriebe gerichtet, mit verheerenden Folgen für diese Bauern. Eine südspanische Firma hat jetzt vor Gericht in Hamburg einen Eilantrag auf Akteneinsicht gestellt – um den dortigen Behörden mögliche Fehler nachweisen zu können und dann auf Schadensersatz zu klagen.

Mit den Akten soll unter anderem der Verdacht bewiesen werden, dass die Hamburger Gesundheitsbehörde ihre Sorgfaltspflicht vernachlässigt hat und keine Gegenproben entnehmen ließ. Auf den spanischen Gurken wurden zwar EHEC-Bakterien nachgewiesen: Diese waren aber von einem anderen Typ als der grassierende Erreger.