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Finnland: Sixpack schlägt sich, Sixpack verträgt sich

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Finnland: Sixpack schlägt sich, Sixpack verträgt sich

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Die euroskeptischen “Wahren Finnen” bleiben in der Opposition, in der Regierungskoalition arbeiten sechs Parteien zusammen. Anderthalb Monate nach der finnischen Parlamentswahl hat der konservative Parteichef Jyrki Katainen eine Regierungsabsprache mit einer sogenannten “Sixpack”-Koalition geschafft. Zuvor hatte er über mindestens drei andere Kombinationen verhandelt.

Jyrki Katainen:

“Wir haben beschlossen, die sogenannte “Sixpack”-Koalition” zu einem Erfolg zu machen. Das mag so manchen wundern – in der einen Woche wird gestritten, in der nächsten wieder verhandelt – aber die Gruppendynamik ist neu.”

Seit der Wahl Mitte April sitzen im finnischen Parlament acht Parteien. Die “Wahren Finnen” kamen auf gut 19 Prozent, das ist fest achtmal so viel wie zuvor. Alle anderen Parteien verloren, am meisten die vorher regierende liberale Zentrumspartei – sie büßte ein Drittel ihrer Sitze ein.

Die “Wahren Finnen” unter Chef Timo Soini lehnen EU-Hilfen ab, etwa für das überschuldete Portugal, und sind gegen den Aufbau des permanenten Euro-Rettungsschirms, der ab 2013 wirksam sein soll – ihre Regierungsbeteiligung hätte ihn vermutlich blockiert.