Eilmeldung

Eilmeldung

"Gaddafis Zukunft ist völlig offen"

Sie lesen gerade:

"Gaddafis Zukunft ist völlig offen"

Schriftgrösse Aa Aa

In der lange belagerten libyschen Stadt Misrata sterben wieder Menschen durch Bomben Gaddafi-treuer Truppen. Ein Reporter habe zehn Tote im Krankenhaus gesehen, so Reuters. Ende Mai waren Gaddafis Truppen so weit zurück­gedrängt gewesen, dass ihre Artillerie die Stadt nicht mehr erreichte.

Seit Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen im Februar wurden dort nach UN-Angaben 630 Tote und 6000 Verletzte gezählt.

Sonst blockieren sich die kämpfenden Parteien im Osten Libyens zwischen Adschdabiya in Rebellenhand und Brega, das Gaddafi-Truppen halten.

Handlungsspielraum sieht zur Zeit vor allem Michail Margelow, Sondergesandter des russischen Präsidenten:

“Der Internationale Strafgerichtshof hat sich mit den Verbrechen Gaddafis gegen sein eigenes Volk beschäftigt. Was Gaddafis Zukunft betrifft, schließt die Staatengemeinschaft im Moment kein Szenario aus.”

Ungeachtet der Kämpfe war Margelow kürzlich in der Rebellen-Zentrale Bengasi und hat andererseits Regierungsmitglieder Gaddafis um Termine gebeten. Und wenn ihn Dmitri Medwedew zu Muammar al-Gaddafi schicke, sei er bereit.

Russland hatte sich Ende Mai dem internationalen Druck auf Machthaber Muammar al-Gaddafi angeschlossen – er war jahrelang einer der wichtigsten Waffenkunden Russlands.