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Japan drei Monate nach Flutwelle und Kraftwerkshavarie

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Japan drei Monate nach Flutwelle und Kraftwerkshavarie

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Genau drei Monate ist der Tag her, als ein schweres Erdbeben den Nordosten Japans traf – noch schwerer aber die dadurch ausgelöste Flutwelle.

Zu den Folgen gehörte die Havarie im Kernkraftwerk Fukushima: Seitdem werden auch in Japan Stimmen lauter, die eine Abkehr von der Kernkraft verlangen.

Einige tausend Menschen sind es, die an diesem Tag in Tokio für eine Energiewende demonstrieren:

“Ich bin aus dem Nordosten”, sagt einer von ihnen.

“Ich weiß, wie viele da wegen der gefährlichen Kernkraft leiden; und das will ich anderen sagen.” Und eine Frau hier meint: “Ich will eine sichere Zukunft für unsere Kinder. Deshalb bin ich gegen Kernkraft.”

Bei der Havarie in dem Kernkraftwerk war wegen Stromausfalls keine Kühlung mehr möglich; mehrere Reaktoren wurden zerstört. Bis heute ist die Lage dort nicht unter Kontrolle. Über Wochen wurde Strahlung in Luft und Meerwasser freigesetzt. Zehntausende Menschen aus der Umgebung mussten ihre Häuser verlassen.

Auch der Regierungschef nutzt den Tag zum Gedenken: Naoto Kan besucht die Gegend, die von der Flutwelle am schlimmsten getroffen wurde. Seit dem Unglück sind mehr als fünfzehntausend Tote geborgen worden; noch einmal halb so viele werden weiterhin vermisst.