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Syrien: Demonstrationen trotz Gewalt

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Syrien: Demonstrationen trotz Gewalt

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Die syrische Armee hat eine neue Offensive gestartet – im eigenen Land, gegen das eigene Volk. Laut Augenzeugen schossen bei einer Kundgebung in Maarat al-Numaan erstmals Hubschrauber auf die versammelten Menschen.
 
Zehntausende Demonstranten forderten im ganzen Land den Sturz von Präsident Baschar al-Assad. Es ist die Rede von Dutzenden Toten. Regimegegner berichten außerdem, dass einzelne Sicherheitskräfte übergelaufen seien.
 
Jüngsten Informationen zufolge sind neun Mitglieder der regierenden Baath-Partei aus Protest gegen die Militäroperation aus der Partei ausgetreten.
 
Aus Furcht vor weiteren Gewaltaktionen sind  bereits mehr als 3.000 syrische Zivilisten in die benachbarte Türkei geflüchtet.
 
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kritisierte das harte Vorgehen gegen die Demonstranten. Erdogan sagte, er werde angesichts der „Barbarei“ in Syrien nicht die Grenze schließen. Der Türkische Rote Halbmond errichtete zwei zusätzliche Notaufnahmelager.
Deutschland kündigte der Türkei humanitäre Hilfe an.