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Wiederaufbau in Japan kommt nur langsam voran

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Wiederaufbau in Japan kommt nur langsam voran

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Genau drei Monate ist es her, dass Japans Nordosten von einem verheerenden Erdbeben und Tsunami verwüstet wurde – und immer noch leben mehr als 90.000 Menschen in Notunterkünften und hoffen auf Besserung ihrer Lage. Der Wiederaufbau kommt nur langsam voran, allein schon wegen der Trümmerberge, die wegzuräumen sind. Die Kritik an der Regierung wächst, die Forderung nach einem sofortigen Rücktritt von Ministerpräsident Naoto Kan wird immer lauter.

Zwar wurden für die Betroffenen rund 28.000 Behelfsunterkünfte gebaut, doch das ist nur ein Bruchteil dessen, was benötigt wird, bemängeln örtliche Medien. Und etliche wissen: In den Notlagern werden sie sicher versorgt. Denn Arbeit haben viele nicht mehr: Fast 120.000 Menschen in der Katastrophenregion haben laut dem japanischen Fernsehen NHK ihren Arbeitsplatz verloren, doch gebe es derzeit nur 49.000 Stellenangebote.

Mit einer Schweigeminute gedenken die Japaner an diesem Samstag der mehr als zwanzigtausend Toten und Vermissten. Zudem waren in mehreren Städten Massendemonstrationen gegen Atomenergie angekündigt.

Die für den Wiederaufbau zuständige Kommission erhofft sich von den notwendigen Investitionen positive Effekte für Nachfrage und Konjunktur. Sie empfiehlt, den Wiederaufbau auch zu nutzen, um aus der Region einen Standort für erneuerbare Energien zu machen.