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Ex-IWF-Vize Fischer dritter Kandidat für Strauss-Kahn-Nachfolge

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Ex-IWF-Vize Fischer dritter Kandidat für Strauss-Kahn-Nachfolge

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Im letzten Moment hat sich noch ein dritter Bewerber für den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds gemeldet: Israels Zentralbankchef Stanley Fischer gab am Samstag zum Ablauf der Frist seine Kandidatur bekannt. Allerdings müsste der IWF für ihn seine Statuten ändern, denn diese schreiben vor, dass Kandidaten nicht älter als 65 sein dürfen – und Fischer ist 67.

Hingegen bringt er mehr Erfahrung mit als Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde. Fischer war jahrelang IWF-Vizechef. Lagarde gilt aber als klare Favoritin, hat Europa und inzwischen auch Staaten aus Afrika hinter sich. Außerdem ist sie Europäerin, was der Gepflogenheit, den Posten mit einem Europäer zu besetzen, entspricht. Fischer ist hingegen auch US-Bürger.

Das traditionelle Besetzungsschema würde der dritte Kandidat durchbrechen: Mexikos Notenbankchef Agustín Carstens. Die aufstrebenden Schwellenländer hatten nach Freiwerden des Postens mehr Gewicht für sich gefordert. Bis Ende Juni will der Verwaltungsrat über den künftigen Geschäftsführenden Direktor entscheiden.