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Gewalt in Syrien: Tausende auf der Flucht

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Gewalt in Syrien: Tausende auf der Flucht

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An der syrischen Grenze zur Türkei haben sich an die 10.000 Menschen versammelt. Sie suchen Schutz vor den Truppen von Präsident Baschar al-Assad.

Die Flüchtlinge erzählen von Angriffen auf ihre Dörfer und vom brutalen Vorgehen der Armee. Sie schieße willkürlich auf Zivilisten und hinterlasse nur verbrannte Erde. Überprüfen lassen sich diese Berichte nicht.

Ein Mann erklärt warum er aus der syrischen Armee desertiert ist: “Ich habe fünf Monate lang in der Armee gedient. In den Straßen von Deraa und Muadamiya stießen wir auf Frauen, Kinder und Alte, die für den Frieden sangen. Ich habe Iraner und Männer von der Hezbollah gesehen. Sie haben uns den Befehl erteilt zu schießen. Wer sich weigerte, wurde von hinten erschossen.”

Einem Helfer zufolge ist der Grenzbereich schon zu einer Art Pufferzone geworden. Die Familien schlafen unter freiem Himmel oder in provisorischen Zelten. Eine Frau erzählt: “Wir waren friedlich. Sie haben geschossen, auch in unsere Häuser. Wir flohen barfuss, ohne Nahrung oder Wasser, und ohne Kleider mitzunehmen.”

Beobachtern zufolge bahnt sich eine humanitäre Krise an. Die USA forderten Assad auf, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ins Kampfgebiet in Nordsyrien zu lassen.

In der Türkei versorgt der Rote Halbmond unterdessen mehr als 4.000 syrische Flüchtlinge in Notaufnahmelagern.