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Pomp und Protest beim "Tag Russlands"

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Pomp und Protest beim "Tag Russlands"

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Mit großem Pomp und Paraden hat Russland seinen Nationalfeiertag begangen – allerdings gab es auch Festnahmen bei einer Protestkundgebung.

Am 12. Juni 1990, noch zu Sowjetzeiten, erklärte das damalige Parlament, der Volksdeputiertenkongress, die Souveränität. Auf den Tag genau ein Jahr später fanden die ersten freien, direkten Präsidentschaftswahlen statt, Boris Jelzin siegte.

Seit Mitte der neunziger Jahre ist der “Tag Russlands” Nationalfeiertag und wird auch von Auslandsrussen gefeiert.

Präsident Dmitri Medwedew vergab zu diesem Anlass im Moskauer Kreml Medaillen an verdiente Bürger.

Derweil fanden sich Oppositionsanhänger nicht weit vom Kreml zu einer nicht genehmigten Kundgebung zusammen. “Zur Hölle mit eurem Feiertag” und “Russland ohne Putin” skandierten sie.

Die Polizei löste die sonst aber friedliche Demonstration auf, etwa dreißig Teilnehmer wurden festgenommen.

Eine bekannte Bürgerrechtlerin kritisierte daraufhin, man müsse am Feiertag friedlich demonstrieren können – bei gewaltbereiten Fans drückten die Behörden oft ein Auge zu.