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Spanischer Schriftsteller Jorge Semprún beigesetzt

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Spanischer Schriftsteller Jorge Semprún beigesetzt

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Der spanische Schriftsteller Jorge Semprún ist beigesetzt worden. Semprún war diese Woche mit 87 Jahren gestorben; er war einer der wichtigsten spanischen Schriftsteller unserer Zeit.

Sein Leben verbrachte der Kommunist Semprún vor allem im Exil, schon seit dem spanischen Bürgerkrieg in den Dreißigern. Während der anschließenden Franco-Diktatur war er unerwünscht.

In Frankreich schloss er sich dem Kampf der Résistance gegen die Nazis an und wurde 1943 von der Gestapo verhaftet. Anfang 1944 kam er in das KZ Buchenwald und überlebte dort bis zur Befreiung.

Über die Deportation in einem Viehwaggon und die Gefangenschaft schrieb er in den Romanen “Die große Reise” und “Was für ein schöner Sonntag”.

“Ich bin weder Schriftsteller noch Politiker. Ich bin nur ein Überlebender von Buchenwald”, sagte Semprún einmal.

Einem breiteren Publikum wurde Semprún als Filmautor bekannt. Er schrieb Drehbücher für Filme wie “Z” von Costas Gavras oder “Der Krieg ist aus” von Alain Resnais.

Seine Bücher schrieb er überwiegend auf Französisch, weil er sie in der Franco-Zeit nicht in Spanien veröffentlichen durfte. Seinen ersten Roman

auf Spanisch verfasste er mit fast achtzig Jahren. Das Werk trägt den Titel “20 Jahre und ein Tag” und

handelt von seiner Zeit im Untergrund.