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Türken wählen neues Parlament

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Türken wählen neues Parlament

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Gut fünfzig Millionen Stimmberechtigte sind an die Urnen gerufen. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kann mit seiner Partei AKP auf den dritten Sieg in Folge bauen – die Frage ist kaum noch, ob sie die absolute Mehrheit der Sitze erringt, sondern eher, ob sie es auf eine Zweidrittelmehrheit bringt. Das würde Erdogan die geplante Verfassungsänderung erleichtern. Kritiker, selbst in der eigenen Partei, bemängeln aber seinen autoritären Führungsstil und sehen in Erdogan die Hauptgefahr für die Partei.
 
Einzig noch aussichtsreiche Gegnerin ist die Republikanische Vokspartei CHP unter Kema Kilicdaroglu, ihr werden um die 25 bis 30 Prozent vorhergesagt. Den Umfragen zufolge kommen von den 15 angetretenen Parteien höchstens drei über die türkische Zehnprozenthürde. Für die Drittplatzierte, die nationalistische MHP, dürfte es aber knapp werden. 
 
“Ich wähle den Wechsel, denn ich halte die Regierung für unstet, ich glaube ihrem Gerede von Stabilität nicht – deshalb habe ich für den Wechsel gestimmt.”
 
Manch kleine Partei umgeht die Zehnprozenthürde, indem sie unabhängige Kandidaten antreten lässt -gut dreißig Parteilose erwarten die Meinungsforscher im neuen Parlament.
Erste Ergebnisse werden am späten Abend erwartet.