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Spanien: "Empört" zurück in den Alltag

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Spanien: "Empört" zurück in den Alltag

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“Wir gehen nicht weg,” sagte ein Sprecher der spanischen Protestcamper, “wir breiten

uns auf andere Stadtviertel aus”. In den

Zentren von Madrid und Barcelona sind die Zeltlager weitgehend geräumt. Seit vier Wochen hatten hier Zehntausende protestiert, vor allem

vor allem gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, gegen Korruption und die Macht

von Banken und großen Parteien. Über zwanzig Prozent der arbeitsfähigen Spanier sind ohne Job.

Demonstrant Miguel:

“Wenigstens sieht jetzt jeder, dass wir mit den Zuständen nicht einverstanden sind. Und all die Leute hier wissen jetzt, dass man sich organisieren kann – dafür kämpfen wir.”

Demonstrantin Maria:

“Ich denke, wir haben hier auf der Straße genug getan, um die da oben aus der Ruhe zu bringen. Wir gehen auf die Straße, um uns Gehör zu verschaffen.”

Die Bewegung der “Indignados” (Empörte) wird nach dem Beginn der Proteste am 15. Mai auch “15-M” genannt. Sie will weiter demonstrieren, inspiriert von den Bildern aus Nordafrika.