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Westerwelle und Niebel: Abstecher nach Bengasi

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Westerwelle und Niebel: Abstecher nach Bengasi

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Misrata – das war einmal eine florierende Handels- und Industriestadt mit einer Viertelmillion Einwohnern, 3000 Jahre alt. Im Libyen-Krieg ist sie in Rebellenhand.

Jetzt räumen Bewohner das auf, was nach monatelanger Belagerung davon übriggeblieben ist: Trümmer, ohne Wasser, Strom, Nahrungsmittel. Städtemord nennt das der französische Autor Bernard-Henri Lévy.

In der Nähe der Stadt, oder dessen, was davon übrig ist, gehen die Kämpfe weiter.

Ziel der Rebellen ist die Hauptstadt Tripolis, 200 Richtung Westen. In den vergangenen Tagen hatten die Aufständischen einige Ortschaften westlich von Tripolis einnehmen können, die in den vergangenen Wochen umkämpft gewesen waren.

Die deutschen Minister Guido Westerwelle und Dirk Niebel waren auf Blitzbesuch für wenige Stunden in der libyschen Rebellenhochburg Bengasi. Sie eröffneten ein deutsches Verbindungsbüro und verdoppelten die humanitäre Hilfe auf 15 Millionen Euro. Die Minister waren auf dem Weg nach Jerusalem.

Nach Tagen intensiver Luftangriffe auf Tripolis traf sich Machthaber Muammar al-Gaddafi demonstrativ mit dem Chef des Weltschachverbandes Kirsan Iljumschinow zum Schachspiel in Tripolis. Wer die Partie gewann, ist nicht überliefert.