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"...dann habe ich in die Türkei rübergemacht"

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"...dann habe ich in die Türkei rübergemacht"

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Syrien zählt auf der Rangliste der Pressefreiheit der “Reporter ohne Grenzen” zu den Schlusslichtern. Danach kommen nur noch Birma, Iran, Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea. Was dort während eines Volksaufstandes wirklich geschieht, kann man nur rekonstruieren – so zählt die UNO mehr als 10.000 Flüchtlinge in den Nachbarländern Türkei und Libanon.
 
 
Vor allem vor der Strafexpedition mit Panzerfahrzeugen und Hubschraubern in Dschisr al-Schogur im Nordwesten Syriens liefen viele davon – damit hatten die Machthaber in Damaskus auf eine mutmaßliche Meuterei syrischer Sicherheitskräfte in der 50.000-Einwohner-Stadt reagiert.
 
 
Darwiswch Mohammad Sebo (23), desertiert aus der syrischen Armee:
 
“Ich habe tote und verletzte Menschen gesehen. Ich habe mitgeholfen, Verletzte in Lastwagen zu verladen und über die Grenze in die Türkei zu bringen. Und schließlich habe ich selbst rübergemacht.”
 
 
 
Andere haben Angst, dass ihr privates Glück in der Weltpolitik untergeht. Ein syrisches Auto hat die 26jährige Sumeyla über die Grenze gebracht zu ihrem neuen türkischen Ehemann.
 
Sumeyla:´“Ja, wir lieben den Präsidenten. Wir lieben Bashar Al-Assad”
  
 
Rund 1300 Zivilisten und mindestens 300 Soldaten und Polizisten sind seit Beginn der Proteste in Syrien vor drei Monaten umgekommen, schätzen syrische Menschenrechtler.