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Deutschland stärkt Libyens Aufständischen den Rücken

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Deutschland stärkt Libyens Aufständischen den Rücken

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Die libyschen Rebellen haben politische Unterstützung aus Deutschland bekommen. Auf seinem Besuch in Bengasi erkannte Außenminister Guido Westerwelle den Übergangsrat als legitime Vertretung des libyschen Volkes an. An Bord des Militärfliegers: Insgesamt eineinhalb Tonnen Hilfsgüter. Westerwelle zeigte sich überzeugt, dass die Tage des Machthabers Muammar al-Gaddafi gezählt seien.

Die wahre Arbeit gehe erst nach der Ära Gaddafi los. Es sei äußerst wichtig, das Land wieder aufzubauen und den Libyern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, erklärte Westerwelle. Doch die Reaktionen blieben unterkühlt.

In Bengasi erinnert man sich noch allzu gut an Deutschlands Enthaltung im Weltsicherheitsrat. Im März verabschiedeten die Vereinten Nationen die Resolution über den NATO-Luftkrieg gegen Muammar al-Gaddafi ohne Westerwelles Stimme.

Die Rebellen kontrollieren mittlerweile ein Drittel Libyens im Osten des Landes, wie auch Misrata, die wichtigste Hafenstadt. Dort griffen regierungsnahe Truppen unterdessen eine Ölraffinerie an, um die Versorgung der Aufständischen zu unterbechen.