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Japan nimmt Anlauf für Energiewende

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Japan nimmt Anlauf für Energiewende

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Japan reagiert auf das Anti-Atom-Votum Italiens. Auf den Tag genau drei Monate nach der Atomkatastrophe von Fukushima forderten Zehntausende Demonstranten im ganzen Land den Ausstieg aus der Kernkraft.

Zuvor waren im Meer vor der Atomruine alarmierende Konzentrationen an radioaktivem Strontium gefunden worden und zum erstenmal auch im Grundwasser. Der sogenannte “Knochenkiller”. Strontium kann das Knochenmark schädigen und Leukämie (Blutkrebs) auslösen.

Zwei G8 Länder – Italien und Deutschland -, die sich nach Fukushima von der Kernenergie verabschieden….

“……was andere Länder machen, könnte gewisse Folgen haben, nicht nur in der Atomfrage, sondern auch für andere Bereiche der Innenpolitik,”

so sieht es Japans Regierungssprecher Yukio Edano kommen.

Bevor Erdbeben und Tsunami das Kernkraftwerk

Fukushima zerstörten, bezog Japan ein Drittel seines Stroms aus Atomkraftwerken. Das Ziel “50 Prozent Atomstrom bis 2030” will die Regierung aufgeben.

In Japan habe “ein erstes Nachdenken in der Energiepolitik eingesetzt,” berichtet Volker

Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im deutschen Bundestag, von Gesprächen mit Regierungsvertretern in Tokio.