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Streit in Belgien geht weiter

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Streit in Belgien geht weiter

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In Brüssel sind mehrere Mitglieder der rechtsextremen und separatistischen Partei Vlaams Belang vorübergehend festgenommen worden. Sie brachten in der Straße, in der sich der Regierungssitz und das Parlament Belgiens befinden, Schilder mit der Aufschrift “Straße der flämischen Unabhängigkeit” an. An der Aktion beteiligte sich auch Fraktionschef Filip Dewinter: “Nach einem Jahr der Verhandlungen ohne jedes Ergebnis sollte eine Alternative her. Die Alternative ist die Unabhängigkeit Flanderns und die Unabhängigkeit Walloniens. Wir brauchen eine flämische Republik, denn was wir zur Zeit tun, hat keinen Sinn.” Belgien hat seit einem ganzen Jahr keine Regierung. Hintergrund ist der seit langem schwelende Streit zwischen den Niederländisch sprechenden Flamen und den Französisch sprechenden Wallonen. Stärkste Partei des Königreichs sind die flämischen Nationalisten. Deren Chef, Bart De Wewer, kam zwar vor Tagen erneut mit dem frankophonen Sozialisten Elio Di Rupo zusammen, doch De Wewer hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er für ein unabhängiges Flandern steht. Er warte darauf, dass sich Belgien in Luft auflöse, sagte er einmal. Die Rupo ist seit Mai mit der Regierungsbildung beauftragt. Eine Koalition zeichnet sich bisher nicht ab. Eine der Optionen sind auch Neuwahlen im Herbst.