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Deutsche Bauern kämpfen mit EHEC-Verlusten

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Deutsche Bauern kämpfen mit EHEC-Verlusten

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In Deutschland sind an dem gefährlichen Darmkeim EHEC bis zum Mittwoch 37 Menschen gestorben.

Der Schaden durch die Infektion für Europas Gemüsebauern ist immens. Mehr als 200 Millionen Euro erhalten sie für ihre Umsatzeinbußen.

Denn Landwirtschaft folgt als Branche eigenen Gesetzen, wie Andrej Becker, Bauer bei Berlin, erklärt: “An der Pflanze ist kein Knopf, wo wir sagen könnten: stop! Wir haben jetzt gerade Absatzprobleme, wir kommen dann in zwei Wochen wieder. Das funktioniert nicht. Wir müssen die Tomaten abschneiden, sonst würden sie platzen und faulen. Die müssen also auch raus.”

Nach Meinung des Deutschen Bauernverbands ist auf dem Gemüsemarkt für Tomaten, Gurken und Salat inzwischen wieder eine leichte Entspannung festzustellen. Auch bei den Direktvermarktern normalisiere sich die Lage. Die Notwendigkeit einer Entschädigung bleibe aber bestehen, meint der bayerische CSU-Politiker Johannes Singhammer.

In Deutschland raten Experten weiterhin davon ab,

rohe Sprossen zu essen – auch keine selbst gezogenen. Ob jedoch auch Gemüse – wie beispielsweise Brokkoli oder Knoblauch – belastet sein kann, falls es aus belasteten Sprossen gezogen wurde, war noch unklar.