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Griechische Streiks setzen Regierung unter Druck

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Griechische Streiks setzen Regierung unter Druck

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Dass sich Griechenland in einer schweren Krise befindet, macht das Bild auf den Straßen der Hauptstadt nur zu deutlich. Die Touristenattraktionen blieben wegen eines Streiks geschlossen. Der Flugverkehr war von dem Ausstand nicht betroffen, aber Banken, Postämter und weite Teile des Einzelhandels nahmen an dem Streik teil. Auch der Fährbetrieb wurde eingestellt. Aber viele sehen keine Alternative zu den Protesten.

“Die drohenden Maßnahmen werden von Dauer sein”, sagt eine Athener Lehrerin. “Die Menschen haben keine andere Möglichkeit, als Streiks und Demonstrationen zu organisieren.”

Doch die Regierung geriet durch den Unmut der Bevölkerung weiter unter Druck. Die Presse prophezeite ihr bereits ein vorzeitiges Ende und Neuwahlen.

Sogar in der Partei von Ministerpräsident Georgios Papandreou nahm die Unterstützung für die geplante Sparpolitik ab. Ein weiterer Abgeordneter ist aus Protest aus der Fraktion der Sozialisten ausgetreten. Deren Mehrheit schrumpfte damit auf 155 der 300 Abgeordneten im Parlament.