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Im US-Kongress wächst Kritik am Libyen-Einsatz

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Im US-Kongress wächst Kritik am Libyen-Einsatz

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Die NATO hat in der Nacht auf Mittwoch erneut die libysche Hauptstadt Tripolis angegriffen. Arabische Medien berichteten unter Berufung auf das libysche Staatsfernsehen, dass militärische und zivile Ziele im Osten der Stadt getroffen worden seien, es soll auch mehrere Todesopfer gegeben haben. Die Rebellen versuchen weiterhin, die Ölstadt Brega unter ihre Kontrolle zu bringen. Kämpfer der Aufständischen rückten auch gegen die Stadt Slitan vor, die von den Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi gehalten wird.

Im US-Kongress wächst unterdessen die Kritik an dem Krieg in Libyen. Der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, forderte US-Präsident Barack Obama in einem Brief auf, zu erklären, auf welcher Rechtsgrundlage er den Einsatz fortführen wolle. Ab kommender Woche, so Boehner, würde Obama gegen die so genannte War Powers Resolution verstoßen. Demnach muss die Fortsetzung von Kriegseinsätzen nach 90 Tagen vom Kongress autorisiert werden.