Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Magische Momente beim Sommernachtskonzert in Schönbrunn


musica

Magische Momente beim Sommernachtskonzert in Schönbrunn

Mit Unterstützung von

Schönbrunn, die Sommerresidenz der Habsburger, war schon immer ein Ort der Musik und der Muse. Höhepunkt des Jahres ist das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker. Dieses Mal nimmt das Orchester die Zuschauer mit auf eine musikalische Bilder-Reise – von Liszt über Paganini bis hin zu Mussorgsky.

Am Dirigentenpult steht der weltberühmte russische Maestro Valery Gergiev. Für ihn ist es ein ganz besonderes Konzert: “Ich bin mehr als glücklich, wenn ich die Wiener Philharmoniker dirigiere, dazu die ganz besondere Umgebung und die fantastische Atmosphäre. Ich bin überwältigt. Es hat etwas Geheimnisvolles vor so vielen Menschen zu spielen.”

Für die meisten der 100.000 Zuschauer ist dieses Konzert die einzige Chance, einen Blick auf die begehrten Wiener Philharmoniker zu erhaschen.

Flötist Wolfgang Breinschmid unterstützt diese Initiative: “Ich finde es auch ein sehr schöne Idee, dass wir wenigstens einmal im Jahr ein Konzert spielen, das wirklich frei zugänglich ist. Wir haben ohnehin so ein bisschen das Image eines Hochpreis-Orchesters, eines sehr exklusiven Orchesters und ich genieß das auch sehr, für ein riesiges Publikum zu spielen, dem es Spaß macht, zu kommen, das sonst vielleicht nicht kommen würde.”

Das Konzert ist auch ein riesiges Medienspektakel, dass live in über 60 Länder ausgestrahlt wird. Alle Fäden laufen bei Regisseurin Karina Fibich zusammen: “Es gibt ein Konzept, das steht in den Noten, wenn man Musikregie macht, kann man Partitur lesen. Es wird eigentlich am Tisch vorbereitet, hier geprobt, umgesetzt, geändert, was nicht möglich ist und dann durchgezogen.”

Eine Besonderheit ist die sogenannte CamCat, die “Fliegende Kamera”, die an einem 500 Meter langen Seil über das Gelände schwebt:

Insgesamt dirigiert Karina Fibich 14 Kameras.

Solist in diesem Jahr ist der österreichische Geiger Benjamin Schmid. Er spielt den 1. Satz des 1. Violinkonzertes des Komponisten und Teufelsgeigers Niccolò Paganini in einer Bearbeitung des österreichischen Geigenvirtuosen Fritz Kreisler. Er ist vom Orchester begeistert: “Wenn die Wiener Philharmoniker mal so richtig angeigen, dann ist das wie ein Rennpferd hinter einem. Da ist soviel Energie und soviel Freude an dem musikalischen Material und an der musikalischen Expression da, dass das überwältigend ist.”

Passend zum Motto “Virtuose Bilder” spielt das Orchester Modest Mussorgsky´s Bilder einer Ausstellung. Das Werk wurde unzählige Male neu arrangiert. Dirigent Valery Gergiev ist ein großer Fan: “Mussorgsky war solch eine brillianter Musiker, dass nicht nur Popmusiker von heute das Stück neu arrangiert haben, sondern dass bereits vor 10, 20, 50 oder 70 Jahren Arrangements gemacht wurden. Die Musik ist ergreifend, sie reißt einfach mit.”

Für Valery Gergiev hat der Auftritt ein ganz besonderes Flair: “Man fühlt etwas, dass man nicht beschreiben kann. Es ist nicht einfach nur ein beliebiges Konzert. Es gibt wenige Konzerte im Jahr, wo so viel für die Menschen getan wird.”

Im kommenden Jahr schwingt Gustavo Dudamel den Taktstock.

_________________________

In dieser Ausgabe von Musica hören Sie Auszüge aus:

Franz Liszt – Les Préludes

Nicolò Paganini – Violinkonzert Nr. 1 in D-Dur, 1. Satz (Bearbeitung: Fritz Kreisler)

Modest Mussorgsky – Bilder einer Ausstellung.

Auswahl der Redaktion

Nächster Artikel

musica

Cleopatra hält Hof in Versailles