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Air France-Absturz: Leichen nach Frankreich überführt

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Air France-Absturz: Leichen nach Frankreich überführt

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Im französischen Bayonne sind die Leichen von 104 Opfern des Flugzeugunglücks über dem Atlantik vor zwei Jahren eingetroffen. 228 Menschen waren beim Absturz der Air France-Maschine während eines Flugs von Rio nach Paris ums Leben gekommen. Laut Angaben der französischen Behörden wird die Identifizierung der in 4000 Meter Tiefe geborgenen Leichen mehrere Monate dauern.

Das Urteil der Hinterbliebenen über die Bergungsaktion ist gespalten, eräutert John Clemes, dessen Bruder ums Leben gekommen war: “Einige Familien, und dazu zähle ich meine eigene, finden, dass die Behörden in den vergangenen Monaten gut gearbeitet haben. Es ist bemerkenswert, dass sie das Flugzeug gefunden haben, die Flugschreiber bergen konnten und schließlich die Leichen an die Oberfläche geholt haben. Andere Familien meinen natürlich, es hätte viel schneller gehen müssen.”

Die Auswertung der Flugschreiber soll Aufschluss über die Ursache des Unglücks geben. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Piloten aus unerklärlichen Gründen nicht auf Warnungen im Cockpit reagiert.

In den Tagen nach dem Absturz waren bereits 50 Leichen geborgen worden. Die übrigen 74 Opfer des Unglücks verbleiben vorerst auf dem Meeresgrund.