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Auf den Tag genau vor 380 Jahren: Taj Mahal, das Zeichen der Liebe

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Auf den Tag genau vor 380 Jahren: Taj Mahal, das Zeichen der Liebe

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Am 17. Juni 1631 stirbt Mumtaz Tahal, die dritte Frau des Kaisers von Indien Shah Jahan, im Alter von 38 Jahren bei der Geburt ihres 14. Kindes. Der Legende nach ist der Kaiser – eigentlich Großmogul – untröstlich und will ihr zu Ehren ein ganz besonderes Grabmahl bauen, eine Großmoschee: das Taj Mahal – die Krone des Ortes – in Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Die Bauarbeiten beginnen kurz nach dem Tod von Mumtaz Tahal, die zu ihren Lebzeiten nicht nur von ihrem Ehemann und nicht nur für ihre Schönheit verehrt wurde. Zusammen mit dem Kaiser bereiste sie sein gesamtes Reich und setzte sich für die Armen und Entrechteten ein.

Fertiggestellt wird das Taj Mahal nach 17 Jahren. Es ist ein Bauwerk der Superlative: 20.000 Arbeiter sind im Einsatz, mehr als 1.000 Elefanten transportieren die Baumaterialien, die Grundfläche ist ein 100m großes Quadrat aus Marmor. Seit 1983 gehört das Taj Mahal zum Weltkulturerbe der UNESCO. Es wird weiterhin als Moschee genutzt. Neben den Millionen Touristen pilgern auch unzählige indische Brautpaare zum Taj Mahal, die sich von dem Besuch ewige Liebe versprechen.

Auch an einem 17. Juni: Das Genfer Protokoll zum Verbot von biologischen und chemischen Waffen wird unterzeichnet (1925), Aufstand des 17. Juni in der DDR mit einer Welle von Streiks und Protesten (1953) – daher von 1954 bis 1999 Tag der deutschen Einheit

Am 17. Juni geboren: der ägyptische Politiker Mohamed El-Baradei (1942), der Autor und 68er Fritz Teufel (1943-2010), der Sänger Barry Manilow (1943), der Londoner Bürgermeister Ken Livingstone (1945), der Radsportler Eddy Merckx (1945), der span. Politiker Joaquin Almunia (1945), der dt. Schwimmer Michael Groß (1964), die US-Tennisspielerin Venus Williams (1980)