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Erste politische Konsequenzen in Athen

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Erste politische Konsequenzen in Athen

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Nach gewaltsamen Protesten soll an diesem Donnerstag Griechenlands Regierung umgebildet werden. Ministerpräsident Giorgos Papandreou forderte in einer Fernsehansprache, die kritisierten Sparmaßnahmen müssten fortgesetzt werden. Griechenland stünde vor einem historisch wichtigen Moment, in dem Entscheidungen getroffen werden müssten. Nationaler Konsens sei wichtig für die Interessen des Landes. Bereits heute, so Papandreou, stehe er mit Führern anderer Parteien im Gespräch, um das Ziel zu erreichen.

Gleichzeitig erteilte Papandreou Spekulationen um seinen Rücktritt eine Absage – was auf der Straße auf geteiltes Echo stieß. “Eine Regierungsumbildung – mit wem denn,” fragt die Griechin Peggy Tselepi. “Mit den gleichen Ministern? Das haben schon unsere Großväter so gemacht. Immer die üblichen Verdächtigen…” Die Entscheidung des Ministerpräsidenten sei sehr verantwortungsbewußt, denkt Yannis Tsatsaris. Er habe die Botschaft der Straße verstanden. Papandreou versuche, auf die Wut eine Antwort zu finden.

Möglicherweise braucht Griechenland ein neues Hilfspaket von bis zu 120 Milliarden Euro. EU und Internationaler Währungsfonds fordern weitere Sparmaßnahmen von Athen. Voraussetzung sei, dass die sozialistische Regierung mit der Opposition zusammenarbeite.