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Griechisches Sparprogramm spaltet öffentliche Meinung

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Griechisches Sparprogramm spaltet öffentliche Meinung

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Sollte das griechische Parlament das Sparprogramm von Ministerpräsident Papandreou absegnen, stehen den Griechen fünf äußerst dürre Jahre bevor, mit Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und dem Verkauf von staatseigenen Betrieben.

Die Meinung über Papandreous Umgang mit der Krise ist gespalten. “Er gibt sich auf jeden Fall Mühe”, findet ein Athener, “aber für uns ist das Ergebnis entscheidend, ob seine Bemühungen Erfolg haben werden.” Ein anderer meint, Papandreou tue nicht genug. “Ich habe leider den Eindruck, dass er Angst hat, sonst hätte er schon viel mehr getan. Er hätte schon vor einem Jahr viel mehr unternehmen müssen.” Für eine Hochschullehrerin in der Hauptstadt ist die Regierungsumbildung zweitrangig. “Es geht nicht darum, wer am Ende Minister wird”, sagt sie. “Entscheidend ist, dass diesen Problemen wirksam begegnet wird.”

Bei aller Kritik an der Regierungspolitik fehlt es vorläufig an einer realistischen Alternative zu dem unpopulären Sparprogramm, um einen Staatsbankrott zu verhindern.