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Syrien: Menschenleere Grenzregion

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Syrien: Menschenleere Grenzregion

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Die syrische Armee rückt bei der Verfolgung von vermeintlichen Regimegegnern weiter in die nordwestlichen Provinzen vor.

Aus der betroffenen Regionen flüchten unterdessen immer mehr Menschen in die Türkei.

Mustafa Bag, Euronews:“Dieses Dorf hinter mir, schon auf syrischer Seite, wurde die Nacht bombardiert. Das berichteten uns Augenzeugen. Die Bewohner sind deshalb alle geflohen.”

Wie Einwohner des nahe der türkischen Grenze liegenden Ortes berichteten, seien Soldaten mit Panzern und Angehörige der regimetreuen Schabiha-Miliz ins Zentrum von Jenudi eingedrungen.

Als wir dann wenig später die Kamera auf das Dorf richten: keine Menschenseele.

Ein junger Mann:“Die Soldaten haben überhaupt keinen Unterschied gemacht, sie schossen auf Frauen und Kinder, auf alles was sich bewegt, selbst auf Tiere.”

Rund 6000 Bewohner der Region haben sich bereits aufgemacht, in Richtung Türkei. Noch auf syrischem Gebiet,- campieren die Flüchtlinge unter freiem Himmel. Die Armee versperrt ihnen den Weg in die Türkei.

Ein Flüchtling:“Wir sind vor dem Morden geflohen. Mit der ganzen Familie, mit unserem behinderten Kind.” Eine Frau:“Wir sind geflohen, dann hieß es: Kehrt um, es ist vorbei. Nachdem wir heimkehrten war dann gestern plötzlich überall Feuer. Überall, überall! Also sind wir nach El Breira geflohen. Wir konnten nichts mitnehmen. Die Kinder haben die ganze Nacht geweint. Sie hatten Angst, vor wilden Tieren, den Bombardements, vor Allem.”

Die Türkei, die inzwischen 9000 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen hat, forderte die Regierung in Damaskus erneut dazu auf, das unmenschliche Vorgehen der syrischen Truppen gegen die eigene Bevölkerung zu beenden.