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Griechenland: neues Kabinett soll Sparpaket ermöglichen

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Griechenland: neues Kabinett soll Sparpaket ermöglichen

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Nach den gewaltsamen Protesten gegen das griechische Sparprogramm haben die Bürger am Donnerstag friedlich in Griechenlands Hauptstadt Athen demonstriert. Regierungschef Giorgos Papandreou steht dennoch mit dem Rücken zur Wand.

Es gelang ihm bisher nicht, das für internationale Hilfzahlungen zur Bedingung gemachte Sparprogramm durchzusetzen. Am Donnerstag erklärte er: “Ich habe im Leben gelernt, für etwas einzustehen – für mein Land, für dieBürger, für Werte, für die Menschen. Ich werde dies weiterhin tun, zusammen mit der PASOK-Fraktion, mit unseren Regierungsbeamten, und dem griechischen Volk.

Deswegen habe ich die Neubildung des Kabinetts beschlossen und werde im Anschlulss daran die Vertrauensfrage stellen.”

Doch die Zeit drängt. Angesichts des unmittelbar drohenden Staatsbankrotts lenkten Internationaler Währungsfonds und Europäische Union ein.

Sie wollen die nächste Tranche des Hilfspakets bereits auszahlen, bevor über das Sparprogramm entschieden ist. “Wir alle setzen uns für Griechenland ein, weil es für die Eurozone wichtig ist,” erklärte Frankreichs Wirtschaftsministerin Christine Lagarde.

Aufgeschoben ist aber nicht aufghoben: Athen muss in den kommenden Jahren ein 78 Milliarden Euro schweres Spar- und Reformprogramm durchziehen.