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Megagasdeal scheitert am Preis

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Megagasdeal scheitert am Preis

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Die Unterzeichnung des chinesisch-russischen Gaslieferabkommens ist verschoben worden. Nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Hu JinTao sprach der russische Präsident Dmitri Medwedew von zusätzlichem Abstimmungsbedarf.

Wie aus Verhandlungskreisen verlautet stehen Meinungsverschiedenheiten über den Gaspreis einer Einigung im Wege. Russland möchte die im Geschäft mit Westeuropa übliche Bindung an den Ölpreis aufrechterhalten, China strebt einen Festpreis an. Die chinesische Seite hat zu verstehen gegeben, dass sie nicht mehr als 176 Euro pro tausend Kubikmeter zahlen möchte. Westeuropa zahlt momentan etwas das doppelte für russisches Gas.

Das auf 30 Jahre angelegte, lange erwartete russisch-chinesische Gasgeschäft ermöglicht Russland, seine Abhängigkeit vom westeuropäischen Gasmarkt zu vermindern. Die geplanten Lieferungen an China sollen etwas mehr als ein Drittel der an Westeuropa verkauften Gasmenge ausmachen.