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Mordserie im Norden Brasiliens

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Mordserie im Norden Brasiliens

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Im Norden Brasiliens ist ein weiteres mutmaßliches Opfer illegaler Holzfällerfirmen beigesetzt worden. Der 31-jährige Landarbeiter Obede Loyola de Souza war in der letzten Woche erschossen worden, angeblich nach einem Streit mit im Amazonasgebiet operierenden Holzexporteuren. Aktivisten glauben, der dreifache Vater sei das sechste Opfer der Holzmafia in weniger als einem Monat.

“Unglücklicherweise ergreift die Regierung nicht die erforderlichen Maßnahmen”, so Sergio Leitao von Greenpeace, “im Gegenteil: Die von der Politik ausgehenden Signale ermutigen diese Verbrechen am Amazonas. Statt die zu bestrafen, die für die Morde und Waldrodungen verantwortlich sind, erkennt die Regierung diesen Landraub an. 2008 wurde die Rodung und Besetzung einer Waldfläche von der Größe von Frankreich und Deutschland legalisiert.”

Nach den jüngsten Morden im Bundesstaat Para ordnete Präsidentin Dilma Rousseff eine Untersuchung durch die Bundespolizei an. Brasiliens Parlament hatte vor kurzem eine Reform des Waldschutzgesetzes verabschiedet, die eine Teilamnestie für illegale Waldrodungen vorsieht.