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Assad: Reformen ja, "aber nur ohne Sabotage und Chaos"

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Assad: Reformen ja, "aber nur ohne Sabotage und Chaos"

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Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat Reformbedarf in seinem Land zugestanden. An den Unruhen seit März seien jedoch hauptsàchlich Saboteure schuld, gesteuert von Scharfmachern im In- und Ausland.

In einer Rede vor Anhängern in der Universität von Damaskus machte er nicht näher benannte “Bewaffnete” für die jüngsten Massaker an Sicherheitskräften in Dschisr al-Schugur verantwortlich. Sie seien mit technisch hochwertigen Waffen und Kommunikationsmitteln ausgerüstet gewesen.

In die Türkei geflüchteten Bewohnern garantiere er persönlich ihre Sicherheit, wenn sie zurückkehrten.

Assad:

“Die Zeit des Dialogs wird in ein oder zwei Monaten kommen, das hängt davon ab, wer sich daran beteiligt. Dieser Dialog ist für die Zukunft von Syrien wichtig. Dieser Dialog muss eine Chance bekommen, wenn wir die Probleme lösen wollen.”

Er werde ein Kommitte berufen, das innerhalb eines Monats Vorschläge für eine Verfassungsreform machen solle.

Gerüchten über ihn und seine Familie solle man keinen Glauben schenken. Diese Gerüchte seien alle falsch.

Zu den Symbolfiguren seines Regimes, die bei der Opposition besonders verhasst sind, gehört sein Bruder Maher, der regimetreue Einheiten der Sicherheitskräfte kommandiert.

Diese Einheiten waren in den vergangenen Wochen mit militärischer Gewalt gegen Regimegegner vorgegangen.

Manche Proteste in seinem Land seien berechtigt, sagte der syrische Präsident. Über eine Amnestie werde verhandelt, über Reformen auch, aber nur “ohne Sabotage und Chaos.”

Assads Ansprache wurde im syrischen Fernsehen übertragen. Es war seine dritte Rede seit Beginn der Proteste Mitte März.