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IAEA will weltweite Kontrolle über Atomkraftwerke

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IAEA will weltweite Kontrolle über Atomkraftwerke

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Japan will sich nicht für weltweit bindende Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke einsetzen. Zu dieser Frage gebe es in der Internationalen Gemeinschaft viele verschiedene Ansichten und diese sollten respektiert werden, sagte der japanische Wirtschaftsminister Banri Kaeida bei der Fukushima-Sonderkonferenz in Wien. Japan werde aber sicherstellen, dass die Sicherheit der Anlagen im Land erhöht werde. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, will, dass seine Organisation künftig weltweit alle Atomkraftwerke bindend auf ihre Sicherheit überprüfen darf. Das öffentliche Vertrauen in Atomkraft sei schwer beschädigt worden, Atomenergie bleibe aber für viele Länder wichtig, also müssten überall strikteste Sicherheitsmaßnahmen eingeführt werden. Unterdessen haben die Reparaturtrupps in Fukushima ein Problem mit der Dekontaminierungslanlage noch nicht lösen können.

Der Betreiberkonzern Tepco hoffe, das neue System zur Reinigung hochgradig verseuchten Wassers an diesem Dienstag in Betrieb nehmen zu können, hiess es. Usprünglich sollte die Anlage bereits seit Freitag laufen. Bei einer der Komponenten des neuen Systems, das Cäsium absorbieren soll, seien die Strahlenwerte aber zu schnell gestiegen.