Eilmeldung

Eilmeldung

Nato auf der Suche nach tödlichen "Technikfehlern"

Sie lesen gerade:

Nato auf der Suche nach tödlichen "Technikfehlern"

Schriftgrösse Aa Aa

Nachdem sie – nach eigenen Angaben  versehentlich – ein Wohnhaus in Libyens Hauptstadt Tripolis bombardiert hat, sucht die Nato nach der Ursache des Fehlschusses. Bei dem Treffer waren neun Zivilisten umgekommen.
 
Der libysche Außenminister Abdelati Obeidi hatte der NATO vorgeworfen, sie habe das Wohnhaus vorsätzlich angegriffen.
 
Die NATO bedauerte den Vorfall und sprach von einem technischen Versagen:
 
 
Mike Bracken (MBE), Sprecher der “NATO-Operation Unified Protector”:
 
“Angepeiltes Ziel des Luftangriffs in Tripolis waren Raketenstellungen. Nach allem was wir bisher wissen, hat eine Rakete nicht das anvisierte Ziel getroffen – ein Waffensystem scheint versagt zu haben. Dieser technische Fehler hat offenbar  eine Reihe von Zivilisten das Leben gekostet. Die NATO bedauert den Verlust von unschuldigen Menschenleben. “
 
Auch die versehentliche Attacke auf eine Gruppe von Rebellen am Freitag werde untersucht, so die Nato. Dabei waren mindestens 16 Menschen verletzt und sechs Lastwagen zerstört worden.
 
In der Umgebung der Rebellenhochburg Misrata im Westen des Landes gingen heftige Raketenangriffe von regierungstreuen Truppen auf die Rebellenlinien nieder, etwa 25 Kilometer vor der Stadt. Dabei starben nach Angaben des Krankenhauses in Misrata mindestens zehn Gaddafi-Gegner, 54 seien verletzt worden.