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Steigerung auf griechisch: Europa, Krise - Chaos ?

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Steigerung auf griechisch: Europa, Krise - Chaos ?

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Europa ist ein griechisches Wort und heißt etwa “die Frau mit der weiten Sicht.” Darauf sind viele Griechen zur Zeit nicht gut zu sprechen – vor allem, wenn es um Europas Euro geht.

Krise ist auch ein griechisches Wort – für Zuspitzung. So wie sich die Finanzkrise hier zuspitzte, weil sie auf ein ineffizientes Steuersystem traf. Das Ergebnis: ein überschuldeter Staat.

Viele Menschen haben Angst vor der Zukunft.

Ein Arbeitsloser: “Ich habe für ein IT-Unternehmen gearbeitet, und diese Branche ist auf die Hälfte zusammengeschnurrt, im Vergleich zu vor der Krise. Ich war sehr teuer für die Firma mit meiner ganzen Erfahrung. So verlor ich meinen Job.”

Eine junge Frau: “Meine Zukunft ja, da bin ich sehr besorgt. Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Für mich und mein Leben, meine Träume, meine Familie. Ich weiß es nicht.”

Der Staat als Selbstbedienungsladen, bei dem man möglichst wenig an der Kasse lässt – das ist die Mentalität, die die Griechen so aufbringt, die jetzt wegen der Krise verzichten sollen. Experten schätzen, dass bis zu 40 Prozent des Bruttoinlandsproduktes am Fiskus vorbei produziert werden.

Übrigens- auch Chaos ist ein griechisches Wort, für einen Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung. In Athen laufen sich bei den wütenden Protesten auch Neonazis und Autonome warm.

Eine andere junge Frau: “Wir kämpfen gerade für unser Land. Wir kämpfen gegen den IWF. Wir wollen unsere Freiheit zurück, im Moment haben wir keine freie Regierung, keine Freiheit. Und die Europäer bitten wir um mehr Solidarität.”

Schließlich haben die Europäer nicht so genau auf die Zahlen gesehen, als es um Griechenlands Euro-Beitritt ging.