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Syrer fliehen weiter zu Tausenden in die Türkei

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Syrer fliehen weiter zu Tausenden in die Türkei

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Mehr als 10.000 Menschen sind inzwischen aus Syrien vor der Gewalt der Truppen des Regimes in die Türkei geflohen, und es werden immer mehr. Erstmals gelang es unserem Reporter Mustafa Bag Panzer auf der syrischen Seite der Grenze zur Türkei zu filmen. Menschenrechtler und Augenzeugen berichten, am Wochenende hätten Soldaten das Dorf Badma zwei Kilometer von der Grenze gestürmt, Häuser niedergebrannt und Dutzende Menschen festgenommen. Über Schleichwege überqueren die Flüchtlinge im Nordwesten Syriens illegal die Grenze – immer in Gefahr, von einer Patrouille aufgegriffen zu werden.

Unser Reporter hat sich auf den Weg in Richtung Syrien gemacht, dorthin, woher die Flüchtlinge kommen. Dabei hat er mit einem von ihnen sprechen können, der Mann will unerkannt bleiben:

“Die Lage ist sehr schlecht in Syrien. Ich komme aus der Gegend nicht weit von Dschisr al-Schughur”, sagt er, “dort sind Panzer und Waffen, sie haben Frauen und Kinder getötet. Manche Waffen kommen aus dem Iran. Es sind zwei Schiffe aus dem Iran gekommen, sie liegen jetzt im Hafen von Latakia.” In der Türkei werden die Flüchtlinge in Zeltlagern untergebracht und von der Außenwelt abgeschirmt. Viele von ihnen wollen unerkannt bleiben, denn sie fürchten im Falle einer Rückkehr nach Syrien verfolgt zu werden. “Wir sind jetzt in Syrien”, so euronews-Reporter Mustafa Bag. “Hinter mir sehen Sie Drahtzäune. Von hier fliehen die Menschen in die Türkei. In den vergangenen 24 Stunden haben allein 500 von den 6000 Menschen im Lager die Grenze überquert.”