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Erneut Tote bei Protesten in Syrien

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Erneut Tote bei Protesten in Syrien

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Bei Protesten gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben Sicherheitskräfte erneut 15 Menschen erschossen. Aktivisten berichteten, in der nördlichen Stadt Homs seien Anhänger und Gegner des Assad-Regimes aufeinander geprallt. Dabei hätten Anhänger der regimetreuen Schabiha-Milizen auf Gegendemonstranten geschossen. Assad hatte am Montag Reformen und eine allgemeine Amnestie angekündigt. Die Regimegegner bezeichnete er als Teil einer gegen das Land berichteten “Verschwörung”. Die Opposition und westliche Staaten kritisierten die Rede als unzureichend, Regimegegner nannten sie eine “Beleidigung”. In Damaskus und mehreren kleineren Städten fanden sich unterdessen mehr als 100.000 Anhänger Assads zu Jubelkundgebungen ein. Das Rückgrat der Menschenmengen bildeten Staatsdiener und Mitglieder der regierenden Baath-Partei. Sie waren per SMS aufgefordert worden,

an der Pro-Assad-Kundgebung teilzunehmen. Nach Angaben syrischer Menschenrechtler wurden seit Beginn der Demonstrationen Mitte März mehr als 1300 Zivilisten und 340 Angehörige der

Sicherheitskräfte getötet. In den vergangenen zwei Wochen flohen mehr als 10.700 Syrer aus den grenznahen Städten und Dörfern in die Türkei, tausende weitere lagern unter freiem Himmel im Grenzgebiet. Aus Angst vor Verfolgung wagen sie sich nicht zurück nach Hause.