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Massenartensterben - Ozeane funken SOS

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Massenartensterben - Ozeane funken SOS

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Als es letztes Mal passierte, gab es noch keine Menschen, die das entsetzlich finden konnten – Forscher aus sechs Ländern befürchten ein Massenartensterben in den Ozeanen, wie es sich zuletzt vor rund 55 Millionen Jahren ereignete. Und Menschen, die es erst seit 200 000 Jahren gibt, sollen es verursacht haben.

“Die Ergebnisse sind schockierend”, so der wissenschaftliche Leiter des Internationalen Ozean-Programms (Ipso), Alex Rogers, über den Bericht der 27 Experten. Faktoren wie Erderwärmung, Überfischung und Schadstoffbelastung wirkten sich zusammen in bisher nicht gekannter Weise auf die Meere aus.

So werde es vermutlich in 40 Jahren überhaupt keine Korallenriffe mehr geben, viele Fischarten seien schon jetzt kaum noch zu finden, Ökosysteme wie Mangrovenwälder oder Seegraswiesen rapide auf dem Rückzug.

Was tun? Die Forscher fordern: Kein extensives Fischen mehr, den Schadstoffeintrag weltweit überwachen, weniger Treibhausgase.

Ipso (International Program on the State of the Ocean) ist eine globale Wissenschaftler-Initiative.