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Ozeanen droht Massensterben

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Ozeanen droht Massensterben

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Bilder wie diese aus Brasilien, wo im Januar hundert Tonnen tote Sardinen angeschwemmt wurden, sollten wir als letzte Warnung erst nehmen.

Das sagen 27 Wissenschaftler in ihrem Bericht für das “Internationale Programm zur Lage der Ozeane” IPSO.

Dass ganze Ökosysteme wie Mangrovenwälder oder Korallenriffe verschwinden, hat nach Meinung der Fachleute mit dem “kumulativen Effekt” verschiedener Umweltfaktoren zu tun.

Die einzelnen Probleme wie Erwärmung oder Verschmutzung der Ozeane kennt die Wissenschaft schon länger. Wenn die nun aber zusammenwirken, erreicht die Gefahr eine neue Qualität.

Es verschwinden dadurch Lebensräume der Meeresbewohner und der lebenswichtige Sauerstoff wird knapp. So könnten innerhalb von nur einer Generation ganze Ökosysteme aussterben.

“Es eilt!”, sagen die Wissenschaftler und schlagen folgende Maßnahmen vor:

Sofort die CO-2-Emissionen reduzieren.

Die für die Klima-Erwärmung vor allem verantwortlichen Treibhausgase sind keineswegs weniger geworden. Ihr Anstieg von 5 % im Jahr 2010 hat sogar den bisherigen Rekord von 2008 übertroffen.

Die Fischerei regulieren.

Durch Überfischung sind schon viele Arten aus ihren angestammten Lebensräumen verschwunden.

Durch “Meeresschutzgebiete” soll die biologische Vielfalt gerettet werden.

Durch Kontrollen die Verschmutzung eindämmen.

Eine verstärkte Nährstoffzufuhr vor allem durch Abwässer und Dünger, die über die Flüsse die Meere erreichen, lassen die Lebensräume “umkippen”, Lebenwesen ersticken.

Die Förderung von Öl, Gas und Mineralien aus dem Meeresboden vermeiden oder zumindest streng regulieren.

Der Schaden, den das Unglück auf der Bohrplattform von BP im Golf von Mexiko angerichtet hat, zeigt, wie real die Risiken sind.

Die Wissenschaftler wenden sich an die Vereinten Nationen mit der Forderung, die Staaten zum Schutz der Ozeane in die Pflicht zu nehmen.