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Troika überraschend wieder in Athen

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Troika überraschend wieder in Athen

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Unterdessen wird weiter mit Hochdruck daran gearbeitet, im Falle einer Billigung der Sparpläne durch das Parlament die Auszahlung weiterer Hilfsgelder zu organisieren. Dazu trafen sich in Athen erneut Vertreter von EU, EZB und Internationalem Währungsfonds, um den Stand der Haushaltseinsparungen zu prüfen.

Der Besuch war erst am Montag nach dem Euro-Finanzministertreffen in Luxemburg angesetzt worden, bei dem die Auszahlung der nächsten Tranche über zwölf Milliarden Euro verschoben worden war.

Hier noch einmal die Kernzahlen des Griechenland-Dramas: Die Staatsschulden belaufen sich auf 340 Milliarden Euro, was einem Pro-Kopf-Schuldenstand von 30.000 Euro entspricht. 2010 hatten EU und IWF ein Rettungspaket über 110 Milliarden Euro geschnürt. Aus diesem Rettungspaket muss die nächste Tranche bis Anfang Juli ausgeschüttet werden, ansonsten ist das Land zahlungsunfähig.

Unterdessen forderte der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt die EU auf, Griechenland umfassend zu helfen. “Das gilt auch für den Extremfall, dass die griechische Regierung gegenüber ihren ausländischen Gläubigern die Zahlungsunfähigkeit erklärt.”

Den griechischen Bürgern müsse eine Wohlstandsperspektive eröffnet werden. Dazu sollte es konkrete Projekte geben. “Zum Beispiel die Integration Griechenlands in eine Energiewende, sodass Sonnenenergie aus Athen nach Nord- und Mitteleuropa exportiert werden kann”, sagte Schmidt in der Hamburger Wochenzeitung “Die Zeit”.