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Das tägliche Brot - immer teurer

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Das tägliche Brot - immer teurer

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Essen. Für 85 Prozent der Erdbevölkerung eine ganz normale Angelegenheit. Für die restlichen 15 Prozent aber ist es der tägliche Kampf ums Überleben. Und der ist noch schwerer geworden durch das Ansteigen der Nahrungsmittelpreise auf dem Weltmarkt.
 
Laut Welternährungsorganisation FAO werden die Preise für Grundnahrungsmittel auch 2012 hoch und instabil bleiben. Also bleibt die Armut hoch und die Lebenslage instabil für Millionen Menschen.
 
Das hat auch mit ungünstigen Witterungsbedingungen zu tun.
Nahrungsmittelproduktion ist nun mal vom Wetter abhängig.
Wenn es – wie in diesem Jahr in Europa und China – in der Wachstumsphase der Pflanzen zu wenig regnet, ist mit Ernteausfällen zu rechnen.
Und schon steigen wieder die Preise
 
2011 gibt es einen neuen Rekord beim Getreidepreis: 71 % Steigerung in einem Jahr!
Für Lebensmittelimporte werden weltweit in diesem Jahr 21 % mehr gezahlt, wobei es für die am meisten von Einfuhren abhängigen Länder am teuersten wird. Ihre Rechnungen steigen um 30%. 
 
Die Abhängigkeit von Lebensmitteleinfuhren ist in Afrika am größten – einige Länder müssen dafür um die 20 % ihres Bruttoinlandsprodukts aufwenden.
Aber auch in sogenannten “Schwellenländern” wie Indonesien oder Indien steigt der Bedarf – und treibt damit die Preise noch weiter in die Höhe.
 
Und wie immer, wenn es an knappen Gütern etwas zu verdienen gibt, mischen die Spekulanten mit.
Darum wollen die G-20-Staaten den Weltmarkt für Getreide überwachen.
Erinnern wir uns, bei den Revolutionen in Tunesien und Ägypten protestierten die Menschen auch gegen steigende Brotpreise.