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Freude und Kritik nach Freilassung Ai Weiweis

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Freude und Kritik nach Freilassung Ai Weiweis

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Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei ist wieder frei. Nach zweieinhalb Monaten wurde der 54-Jährige gegen Kaution aus der Haft entlassen. Chinesischen Medien zufolge soll er Steuervergehen gestanden haben.

Vor seiner Wohnung in Peking erwarteten westliche Journalisten den Künstler. Ai sagte, es gehe ihm gut und er sei froh, wieder zuhause zu sein. Er dankte allen, die ihn unterstützt hatten.

Der Regimekritiker genießt international hohes Ansehen. In die Freude über seine Freilassung mischte sich in ersten Reaktionen deutliche Kritik an Peking über sein spurloses Verschwinden über Wochen hinweg.

Menschenrechtler forderten zudem, der Künstler müsse nun wieder frei reisen und seine Meinung äußern dürfen.

Der chinesische Ministerpräsidenten Wen Jiabao wird in Deutschland und Großbritannien erwartet. Es könnte sich also um mehr als ein Zufall handeln, dass Ai ausgerechnet jetzt freikam: Möglicherweise will die chinesische Regierung vor dem Besuch gut Wetter machen.