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Schwere Straßenschlachten in Belfast

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Schwere Straßenschlachten in Belfast

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Die Gewalt in Nordirland flammt wieder auf: In Belfast kam es die zweite Nacht in Folge zu Straßenschlachten zwischen Katholiken und Protestanten. Rund 700 Menschen warfen Feuerwerkskörper und Molotowcocktails. Die Polizei sprach von den schwersten Kämpfen seit Jahren. Mit einem Großaufgebot versuchten die Sicherheitskräfte, die Lage unter Kontrolle zu bekommen, mehrere Straßen wurden abgesperrt. Die vermummten Männer griffen auch Polizeiautos an und bewarfen sie mit Gegenständen. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt.

Vermutlich wurden die Kämpfe von einer paramilitärischen, protestantischen Gruppe begonnen, die eigentlich die Waffen niedergelegt hatte. Seit einiger Zeit nimmt die Gewalt in Nordirland wieder zu, nachdem sie sich nach dem Friedensabkommen 1998 weitgehend gelegt hatte.