Eilmeldung

Eilmeldung

Syrien hetzt gegen EU - Unruhen gehen weiter

Sie lesen gerade:

Syrien hetzt gegen EU - Unruhen gehen weiter

Schriftgrösse Aa Aa

Die bedrängte syrische Regierung hat nun Europa als neuen Feind ausgemacht. Außenminister Walid al-Muallim sagte vor der Presse, man werde künftig so tun, als gäbe es Europa auf der Weltkarte gar nicht. Ziel der EU-Staaten sei es offensichtlich, Syrien ins Chaos zu stürzen. Die Sanktionen der EU gegen die syrische Führung seien eine Kriegserklärung, so der Außenminister.

In Syrien nehmen die Unruhen kein Ende: In der Nacht verhafteten Sicherheitskräfte nach Angaben von Menschenrechtlern in Damaskus mehr als 100 demonstrierende Studenten. Demnach prügelten sie mit Schlagstöcken auf die Demonstrierenden ein. Die Studenten hatten die Freilassung von elf Kommilitonen gefordert, die zuvor bei Protesten auf dem Unigelände festgenommen worden waren.

Unterdessen reiste eine europäische Delegation in die türkische Provinz Hatay, um dort mit syrischen Flüchtlingen zu sprechen. Die Flüchtlinge nutzen diese Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen. Vor dem Camp Altinözü protestierten hunderte Menschen gegen die Regierung von Präsident Assad. Sie riefen “Das Volk will die Regierung stürzen”. Unter den Protestierenden waren viele Frauen und Kinder.

In den vergangenen beiden Wochen flohen mehr als 10.700 Syrer vor den Truppen Assads in die Türkei, tausende Flüchtlinge lagern unter freiem Himmel im Grenzgebiet.